
Sie haben eine Website, aber sie bringt kaum Anfragen? Dann liegt das Problem oft nicht am Design oder an der Technik – sondern an den falschen Keywords. Denn wer bei Google nicht für die Begriffe sichtbar ist, die potenzielle Kunden tatsächlich eingeben, bleibt unsichtbar. Besonders für Schweizer KMU ist die lokale Keyword-Recherche entscheidend: Über 46 Prozent aller Google-Suchen haben einen lokalen Bezug, und 78 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer recherchieren online, bevor sie einen lokalen Anbieter kontaktieren. Wer bei «Elektriker Schaffhausen» oder «Zahnarzt Winterthur» nicht auf Seite 1 steht, verliert täglich potenzielle Kunden an die Konkurrenz.
In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die richtigen lokalen Keywords finden – mit kostenlosen Tools und Methoden, die auch ohne grosses Budget funktionieren.
Lokale Keywords sind Suchbegriffe mit einem geografischen Bezug. Sie bestehen typischerweise aus einer Dienstleistung oder einem Produkt kombiniert mit einem Ortsnamen – zum Beispiel «Webdesign Schaffhausen», «Coiffeur Zürich» oder «Steuerberater Winterthur».
Der entscheidende Unterschied zu allgemeinen Keywords: Lokale Suchbegriffe haben oft ein kleineres Suchvolumen, bringen aber deutlich qualifiziertere Besucher. Jemand, der «Webdesign Schaffhausen» googelt, hat eine klare Kaufabsicht und sucht einen Anbieter in der Region. Jemand, der nur «Webdesign» sucht, könnte auch ein Student sein, der sich informieren will.
Für Schweizer KMU kommt ein weiterer Vorteil dazu: Der lokale Markt ist überschaubar. In einer Stadt wie Schaffhausen, Frauenfeld oder Winterthur ist die Konkurrenz bei lokalen Keywords deutlich geringer als in deutschen Grossstädten. Wer jetzt die richtigen Begriffe besetzt, kann mit relativ wenig Aufwand in die Top-3-Positionen bei Google kommen – und dort den Grossteil der Klicks abgreifen.
Bevor Sie ein Tool öffnen, beginnen Sie mit einer simplen Übung: Schreiben Sie alles auf, was Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt beschreibt. Denken Sie dabei nicht nur an das, was Sie anbieten, sondern auch an die Probleme, die Ihre Kunden lösen wollen.
Ein Beispiel: Eine Malerfirma aus Winterthur könnte folgende Seed-Keywords notieren: Maler, Malerarbeiten, Fassade streichen, Wohnung streichen, Renovierung, Anstrich, Tapezieren, Farbberatung.
Kombinieren Sie diese Begriffe anschliessend mit Ihrem Standort und der umliegenden Region. Für ein KMU in Winterthur wären das Kombinationen wie «Maler Winterthur», «Fassade streichen Winterthur», «Malerarbeiten Zürich Oberland» und so weiter.
Vergessen Sie nicht, dass viele Nutzer auch ohne expliziten Ortszusatz suchen. Google erkennt den Standort des Nutzers automatisch und liefert lokale Ergebnisse. Trotzdem ist es wichtig, beide Varianten abzudecken – mit und ohne Ortsangabe.
Das beste Keyword-Tool ist oft Google selbst. Und es ist komplett kostenlos. Hier sind drei Methoden, die Sie sofort anwenden können:
Geben Sie Ihr Seed-Keyword in die Google-Suche ein und schauen Sie, welche Vorschläge Google automatisch anzeigt. Tippen Sie zum Beispiel «Maler Winterthur» ein, und Google ergänzt möglicherweise mit «Maler Winterthur günstig», «Maler Winterthur Bewertungen» oder «Maler Winterthur Offerte». Diese Vorschläge basieren auf tatsächlichen Suchanfragen – sie zeigen Ihnen also direkt, wonach Ihre Zielgruppe sucht.
Scrollen Sie bei einer Google-Suche ganz nach unten. Dort finden Sie den Bereich «Verwandte Suchanfragen» – eine Goldgrube für zusätzliche Keyword-Ideen. Diese Begriffe stehen in direktem Zusammenhang mit Ihrer Suche und werden von echten Nutzern verwendet.
Zwischen den Suchergebnissen zeigt Google häufig eine Box mit Fragen an, die andere Nutzer zu diesem Thema gestellt haben. Diese Fragen sind perfekt, um Content-Ideen für Ihre Website zu finden. Wenn Menschen zum Beispiel fragen «Was kostet ein Maler pro Stunde in der Schweiz?», ist das ein starkes Signal, dass eine FAQ-Seite oder ein Blogbeitrag zu diesem Thema sinnvoll wäre.
Nachdem Sie eine erste Liste mit Keyword-Ideen haben, müssen Sie diese validieren. Nicht jedes Keyword ist die Mühe wert. Sie wollen wissen: Wie oft wird dieser Begriff tatsächlich gesucht? Und wie stark ist die Konkurrenz?
Der Google Keyword Planner ist kostenlos und liefert Daten direkt von Google. Sie benötigen lediglich ein Google-Ads-Konto, müssen aber keine Kampagne schalten. Das Tool zeigt Ihnen das monatliche Suchvolumen, den Wettbewerb und verwandte Keywords. Wichtig für Schweizer KMU: Stellen Sie den Standort auf «Schweiz» ein, damit Sie regionale Suchvolumen erhalten.
Keyword Surfer ist eine kostenlose Chrome-Erweiterung, die bei jeder Google-Suche automatisch das Suchvolumen und verwandte Keywords anzeigt. Das Tool ist ideal für eine schnelle Einschätzung, ohne dass Sie ein separates Dashboard öffnen müssen. Einfach installieren, aktivieren und bei jeder Suche sehen Sie sofort die relevanten Daten.
Google Trends zeigt Ihnen, wie sich das Interesse an einem Suchbegriff über die Zeit entwickelt. Das ist besonders nützlich, um saisonale Schwankungen zu erkennen – zum Beispiel wird «Gartenbau» im Frühling deutlich häufiger gesucht als im Winter. Sie können die Ergebnisse auch nach Region filtern und sehen, in welchen Schweizer Kantonen bestimmte Begriffe besonders gefragt sind.
Falls Sie bereits eine Website haben, ist die Google Search Console ein unverzichtbares Tool. Sie zeigt Ihnen, für welche Keywords Ihre Website bereits bei Google erscheint – auch wenn Sie noch nicht auf Seite 1 stehen. Diese Daten sind Gold wert, weil sie Ihnen zeigen, wo Sie mit wenig Aufwand grosse Verbesserungen erzielen können.
Die Keyword-Recherche in der Schweiz hat einige Eigenheiten, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten:
Schweizerinnen und Schweizer verwenden kein «ß». Optimieren Sie Ihre Inhalte immer mit «ss» statt «ß» – also «Strasse» statt «Straße» und «Gruss» statt «Gruß». Google unterscheidet diese Schreibweisen, und Sie wollen für die Variante ranken, die Ihre Zielgruppe tatsächlich tippt.
Je nach Region werden andere Begriffe verwendet. Ein «Coiffeur» in der Deutschschweiz ist ein «Friseur» in Deutschland. «Velo» statt «Fahrrad», «Natel» statt «Handy», «Billet» statt «Ticket» – solche regionalen Unterschiede können einen grossen Einfluss auf Ihre Keyword-Strategie haben.
Falls Ihr Einzugsgebiet mehrere Sprachregionen umfasst, sollten Sie für jede Sprache eine separate Keyword-Recherche durchführen. Die Suchgewohnheiten in der Romandie unterscheiden sich deutlich von der Deutschschweiz. Auch die URL-Struktur und hreflang-Tags müssen dann korrekt umgesetzt werden.
In der Schweiz sind die Suchvolumen naturgemäss kleiner als in Deutschland oder Österreich. Ein Keyword mit 50 monatlichen Suchanfragen mag wenig erscheinen – aber wenn 10 davon zu einer Anfrage führen und jede Anfrage einen Auftragswert von 3'000 CHF hat, lohnt sich die Optimierung absolut. Rechnen Sie immer vom potenziellen Umsatz her, nicht nur vom Suchvolumen.
Die besten Keywords nützen nichts, wenn sie nicht strategisch auf Ihrer Website platziert werden. Hier die wichtigsten Positionen:
Der Title Tag ist der wichtigste Ort für Ihr Hauptkeyword. Verwenden Sie die Formel: Hauptkeyword + Stadt, gefolgt von einem Zusatz und Ihrem Firmennamen – insgesamt maximal 60 Zeichen. Zum Beispiel: «Webdesign Schaffhausen | Moderne Websites für KMU | Webtree».
Die Meta Description sollte Ihr Keyword enthalten und gleichzeitig zum Klicken animieren. Erwähnen Sie den Standort, nennen Sie Ihre USPs und bauen Sie wenn möglich eine Telefonnummer ein.
Auf der Seite selbst gehört das Keyword in die H1-Überschrift, in mindestens eine H2-Überschrift und natürlich in den Fliesstext – ohne es zu übertreiben. Schreiben Sie für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Google erkennt überoptimierte Texte und straft sie ab.
Erstellen Sie zudem für jeden Standort, den Sie bedienen, eine eigene Landing Page mit einzigartigem Content. Eine generische Seite «Wir bedienen die ganze Schweiz» bringt bei lokalen Suchanfragen wenig. Spezifische Seiten wie «Webdesign für KMU in Winterthur» oder «SEO-Agentur Schaffhausen» ranken deutlich besser.
Nach der Optimierung heisst es: messen und anpassen. Nutzen Sie die Google Search Console, um regelmässig zu prüfen, für welche Keywords Ihre Seiten ranken und wie sich die Positionen entwickeln. Beobachten Sie die Klickrate (CTR) – wenn Sie auf Position 3 stehen, aber kaum jemand klickt, stimmt etwas mit Ihrem Title Tag oder Ihrer Meta Description nicht.
Aktualisieren Sie Ihre Keyword-Recherche mindestens einmal im Quartal. Suchverhalten ändert sich, neue Wettbewerber tauchen auf, und Google passt seine Algorithmen laufend an. SEO ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess.
Die lokale Keyword-Recherche ist der Grundstein jeder erfolgreichen SEO-Strategie für Schweizer KMU. Mit den richtigen Suchbegriffen erreichen Sie genau die Menschen, die jetzt nach Ihrem Angebot suchen – in Ihrer Region, mit Kaufabsicht. Die guten Nachrichten: Sie brauchen dafür kein grosses Budget. Google Autocomplete, der Keyword Planner und die Search Console sind kostenlos und liefern wertvolle Daten.
Wenn Sie sich lieber auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren möchten, statt selbst stundenlang Keywords zu recherchieren, unterstützen wir Sie gerne. Bei Webtree entwickeln wir Websites, die nicht nur gut aussehen, sondern bei Google und Ihren Kunden ankommen – sichtbar, schnell, effektiv.
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