Wix vs WordPress: Welche Lösung passt 2026 zu deinem Schweizer KMU?

Kurzantwort: Bei Wix vs WordPress gibt es für ein Schweizer KMU selten einen klaren Sieger. Wix kostet im Selbstbau CHF 0 bis 500 pro Jahr und ist an einem Wochenende online. WordPress ist flexibler, braucht aber Pflege: Vom Freelancer mit Template zahlst du CHF 2'000 bis 6'000. Soll deine Website ernsthaft Anfragen bringen, landest du meist bei einer individuellen Website von einer Agentur für CHF 8'000 bis 25'000. Alles Marktpreise, Stand August 2026.
Die falsche Frage, die fast alle stellen
Du sitzt abends am Laptop. Zwei Tabs offen: Wix und WordPress. Beide versprechen dir eine schöne Website in kurzer Zeit. Beide haben Hunderte Vorlagen. Und du fragst dich, was besser ist.
Hier liegt das Problem. Die Frage ist falsch gestellt. Es geht nicht darum, welches Tool besser ist. Es geht darum, was deine Website für dein Geschäft tun soll.
Soll sie eine Visitenkarte im Netz sein? Oder ein Verkäufer, der rund um die Uhr Anfragen reinholt? Für die Visitenkarte reicht fast alles. Für den Verkäufer reicht fast nichts von der Stange.
Genau zwischen diesen zwei Polen fällt deine Entscheidung. Schauen wir uns beide Systeme ehrlich an.
Wix in 60 Sekunden
Wix ist ein Baukasten. Du wählst eine Vorlage, ziehst Elemente mit der Maus herum und drückst auf Veröffentlichen. Hosting, Sicherheit, Updates: alles inklusive. Um Technik musst du dich nicht kümmern.
Das ist die grosse Stärke. Und gleichzeitig die Falle.
Denn bei Wix mietest du. Deine Website gehört dir nur so lange, wie du zahlst. Willst du irgendwann umziehen, nimmst du Texte und Bilder mit. Design, Struktur und Funktionen bleiben bei Wix. Ein Export auf einen anderen Server ist schlicht nicht vorgesehen.
Wo Wix glänzt
- Du bist an einem Wochenende online.
- Keine Updates, keine Sicherheitslücken, kein Server, um den du dich kümmern musst.
- Die Kosten sind planbar: CHF 0 bis 500 pro Jahr im Selbstbau.
- Für einfache Seiten mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktformular reicht es locker.
Wo Wix dich bremst
- Ladezeit: Wix lädt viel Code mit, den deine Seite gar nicht braucht. Auf dem Handy merkst du das zuerst.
- Flexibilität: Was der Baukasten nicht kann, kannst du nicht. Punkt.
- Abhängigkeit: Preiserhöhungen, neue Bedingungen, neue Regeln. Du nimmst, was kommt.
- Austauschbarkeit: Tausende Firmen nutzen dieselben Vorlagen. Deine Seite sieht aus wie die vom Mitbewerber zwei Dörfer weiter.
WordPress in 60 Sekunden
WordPress ist ein Open-Source-System. Über 40 Prozent aller Websites weltweit laufen darauf. Du installierst es bei einem Hoster, suchst ein Theme aus und erweiterst es mit Plugins. Die Software ist gratis. Alles drumherum nicht.
Der grosse Vorteil: Die Website gehört dir. Du kannst Hoster wechseln, Freelancer wechseln, alles umbauen. Niemand sperrt dich ein.
Der grosse Nachteil: Du bist für alles verantwortlich. Updates, Backups, Sicherheit. Ein WordPress, das zwei Jahre lang niemand angefasst hat, ist ein offenes Scheunentor.
Wo WordPress glänzt
- Fast alles ist möglich. Irgendein Plugin gibt es immer.
- Du besitzt deine Daten und deinen Code.
- Du findest in der ganzen Schweiz Freelancer, die damit arbeiten.
- Du kannst das Hosting selbst wählen, auch in der Schweiz.
Wo WordPress dich bremst
- Plugin-Chaos: 25 Plugins von 25 Herstellern. Jedes Update kann etwas kaputt machen.
- Sicherheit: Die meisten gehackten WordPress-Seiten werden über veraltete Plugins geknackt. Nicht über WordPress selbst.
- Tempo: Ein schweres Theme mit vielen Plugins ist oft langsamer als jede Wix-Seite.
- Wartung: Ohne jemanden, der sich verbindlich kümmert, verrottet die Seite still vor sich hin.
Wix vs WordPress: Der direkte Vergleich
| Kriterium | Wix | WordPress |
|---|---|---|
| Einstieg | sehr einfach | mittel bis anspruchsvoll |
| Kosten im Selbstbau | CHF 0 bis 500 pro Jahr | Hosting und Plugins, je nach Setup |
| Vom Freelancer umgesetzt | selten, meist Selbstbau | CHF 2'000 bis 6'000 mit Template |
| Gehört dir die Website? | nein | ja |
| Wartung | keine, macht Wix | laufend, machst du oder jemand anderes |
| Ladezeit | mittel | sehr schnell bis sehr langsam |
| Flexibilität | begrenzt | hoch |
| Umzug zu anderem Anbieter | nur Inhalte | komplett |
| Hosting in der Schweiz | nein | möglich |
Auf dem Papier sieht WordPress besser aus. In der Praxis hängt alles davon ab, wer die Seite baut und wer sie danach pflegt. Ein sauber gebautes WordPress schlägt Wix. Ein verbasteltes WordPress verliert gegen jede Wix-Vorlage.
Warum das wehtut: Die Kosten, die niemand ausrechnet
Die meisten vergleichen Monatsgebühren. Das ist der kleinste Posten. Die zwei grossen Posten tauchen auf keiner Rechnung auf.
Posten 1: Deine Zeit
Du baust deine Wix-Seite selbst. Realistisch brauchst du 40 Stunden für Aufbau, Texte, Bilder und das ewige Herumschieben von Elementen. Dein Stundensatz als Unternehmer liegt bei, sagen wir, CHF 120.
Das sind CHF 4'800, die du nie bezahlt hast. Aber ausgegeben. Dazu kommen bis zu CHF 500 pro Jahr für Wix. Nach fünf Jahren bist du bei über CHF 7'000. Für eine Website, die aussieht wie tausend andere aus derselben Vorlage.
Bei WordPress vom Freelancer zahlst du CHF 2'000 bis 6'000 einmalig. Dazu kommen Hosting, Wartung und Updates. Und wenn der Freelancer nach zwei Jahren keine Zeit mehr hat? Dann stehst du allein da mit 25 Plugins, die niemand mehr versteht.
Posten 2: Anfragen, die nie kommen
Das ist die unsichtbarste Zahl. Und die teuerste.
Angenommen, deine Seite hat 500 Besucher pro Monat. Macht sie aus 1 Prozent davon eine Anfrage, sind das 5 Anfragen. Schafft eine gut gebaute Seite 3 Prozent, sind es 15. Das sind 10 Anfragen mehr. Jeden Monat.
Wird jede fünfte Anfrage zum Auftrag, gewinnst du 2 Aufträge zusätzlich. Ist ein Auftrag bei dir CHF 3'000 wert, reden wir von CHF 6'000 pro Monat. Das ist der echte Unterschied zwischen einer mittelmässigen und einer guten Website. Nicht die CHF 30 Abogebühr.
Deine Website sieht vielleicht gut aus. Aber wenn sie keine Anfragen bringt, ist sie eine teure Visitenkarte. Mehr nicht.
Was Schweizer KMU besonders beachten müssen
Die meisten Vergleiche im Netz kommen aus Deutschland oder den USA. Für dich gelten ein paar eigene Regeln.
Datenschutz nach revDSG
Seit September 2023 gilt das revidierte Datenschutzgesetz. Du musst wissen, wo die Daten deiner Besucher landen. Und du musst es in deiner Datenschutzerklärung offenlegen.
Wix speichert ausserhalb der Schweiz. Das ist nicht automatisch verboten. Aber du musst es sauber deklarieren. Bei WordPress wählst du das Hosting selbst, also auch ein Rechenzentrum in der Schweiz. Für Arztpraxen, Treuhänder oder Anwälte ist das oft ein echtes Argument.
Mehrsprachigkeit
In Schaffhausen oder Winterthur reicht oft Deutsch. Wer aber in Biel, Fribourg oder für die ganze Schweiz verkauft, braucht Französisch. Vielleicht Italienisch.
Wix hat eine Mehrsprachigkeit eingebaut, allerdings mit Grenzen bei Struktur und SEO. WordPress braucht dafür Plugins, die Geld kosten und die Seite schwerer machen. Beides funktioniert. Beides ist ein Kompromiss.
Lokale Sichtbarkeit
Deine Kunden googeln "Schreiner Schaffhausen" oder "Physiotherapie Winterthur". Ob du dort auftauchst, entscheidet weder Wix noch WordPress. Es entscheiden Ladezeit, saubere Struktur, lokale Inhalte und gute Texte.
Das Tool ist der Hammer. Das Haus musst du trotzdem bauen.
Wann Wix reicht
Ehrlich gesagt: öfter, als Agenturen zugeben. Wix reicht, wenn:
- du gerade startest und in zwei Wochen etwas Seriöses im Netz brauchst,
- deine Kunden fast nur über Empfehlungen kommen und die Website nur bestätigt,
- du mehr Zeit als Budget hast.
Nimm eine Coiffeuse in Neuhausen mit fast nur Stammkundschaft. Sie braucht Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer und ein paar Bilder. Dafür eine Agentur zu bezahlen, wäre rausgeworfenes Geld. Wix, ein Nachmittag, fertig.
Wann WordPress Sinn macht
WordPress lohnt sich, wenn:
- du jemanden hast, der die Seite verbindlich pflegt, intern oder extern,
- du spezielle Funktionen brauchst, die ein Baukasten nicht bietet,
- du deine Website besitzen willst, statt sie zu mieten.
Wichtig: WordPress ohne Wartungsvertrag ist wie ein Auto ohne Service. Fährt eine Weile. Dann nicht mehr. Und meistens genau dann, wenn du es am wenigsten brauchen kannst.
Wann keins von beiden die richtige Antwort ist
Jetzt kommt der Teil, den kaum ein Vergleichsartikel sagt.
Soll deine Website Geschäft bringen, brauchst du weder einen Baukasten noch einen Plugin-Stapel. Du brauchst eine Website, die um deinen Kunden herum gebaut ist. Mit klarer Strategie, Texten, die verkaufen, einer Struktur, die Google versteht. Dazu eine Ladezeit, bei der niemand wegklickt.
Eine Schreinerei in Thayngen braucht nicht "eine Website". Sie braucht eine, die eine Familie mit Küchenplänen findet. Und die diese Familie dazu bringt, zum Telefon zu greifen. Das schafft keine Vorlage, die hundert andere Schreinereien auch nutzen.
Genau dafür gibt es eine professionelle Website für dein KMU, individuell gebaut. Kein Baukasten, keine Plugin-Abhängigkeit, schnell auf dem Handy. Die Website gehört dir.
Der Marktpreis dafür liegt bei CHF 8'000 bis 25'000 für eine individuelle Website von einer Agentur. Klingt nach viel. Rechne aber nochmals mit den Zahlen von oben: Bringt dir eine bessere Seite auch nur einen zusätzlichen Auftrag im Monat, ist sie in wenigen Monaten bezahlt. Die günstige Seite, die nichts bringt, ist auf Dauer die teuerste.
Übrigens: Wir bei Webtree bauen weder mit Wix noch mit WordPress. Nicht weil die Tools schlecht sind. Sondern weil sie für Firmen, die über ihre Website wachsen wollen, zu viele Kompromisse verlangen.
So triffst du die Entscheidung in fünf Minuten
Beantworte drei Fragen. Ehrlich.
1. Woher kommen deine Kunden heute? Fast nur über Empfehlungen: Wix reicht. Über Google oder sollen sie über Google kommen: Du brauchst mehr als einen Baukasten.
2. Wie viel ist ein neuer Kunde wert? Unter CHF 500: Bleib beim Baukasten. Mehrere Tausend Franken: Jede zusätzliche Anfrage finanziert deine Website mit.
3. Wer kümmert sich in drei Jahren um die Seite? Niemand: Finger weg von WordPress. Jemand mit klarer Verantwortung: WordPress oder eine individuelle Lösung.
Wenn du bei Frage 1 und 2 auf der rechten Seite gelandet bist, weisst du eigentlich schon, wohin die Reise geht.
Dein nächster Schritt
Du hast jetzt mehr Klarheit als die meisten, die stundenlang Wix vs WordPress googeln. Die Tool-Frage ist nur die halbe Wahrheit. Die eigentliche Frage lautet: Soll deine Website schön sein oder soll sie verkaufen?
Wenn du merkst, dass deine Website mehr können muss als gut aussehen, lass uns reden. Wir sind eine Webdesign-Agentur aus Schaffhausen und bauen Websites für Schweizer KMU, die Anfragen bringen. Wir schauen uns deine heutige Seite an und sagen dir offen, ob sich ein Wechsel lohnt. Oder ob dein Baukasten völlig reicht.
Schreib uns auf webtree.ch. Das Erstgespräch ist unverbindlich. Das Einzige, was du verlierst, sind die Anfragen, die du heute nicht bekommst.


