SEO-Lexikon

Dofollow & Nofollow

Dofollow-Links geben Ranking-Signale an die Zielseite weiter, Nofollow-Links nicht – gesteuert über das rel-Attribut im HTML eines Links.

Dofollow und Nofollow beschreiben, ob ein Link ein Ranking-Signal an die Zielseite weitergibt. Standardmässig ist jeder Link ein Dofollow-Link: Er vererbt sogenannten "Link Juice" und sagt Google damit, dass die verlinkte Seite vertrauenswürdig und relevant ist. Ein Nofollow-Link trägt im HTML das Attribut rel="nofollow" und signalisiert Suchmaschinen, diesem Link für Ranking-Zwecke nicht zu folgen.

So sieht der Unterschied im Code aus:

  • Dofollow (Standard): <a href="https://beispiel.ch">Beispiel</a>
  • Nofollow: <a href="https://beispiel.ch" rel="nofollow">Beispiel</a>

Weil Dofollow der Normalfall ist, gibt es kein eigenes rel="dofollow" – ein Link ohne einschränkendes Attribut ist automatisch Dofollow. Seit dem 1. März 2020 behandelt Google nofollow zudem als Hinweis, nicht mehr als strikte Anweisung – die Suchmaschine kann solche Links also trotzdem für Crawling und Bewertung heranziehen.

Warum das wichtig ist

Backlinks zählen zu den stärksten Ranking-Faktoren. Nur Dofollow-Links geben Autorität weiter und stärken direkt deine Domain Authority und Rankings. Genauso wichtig: Mit dem Attribut steuerst du, welchen ausgehenden Links du "vertraust". Bezahlte oder nutzergenerierte Links solltest du kennzeichnen – sonst riskierst du eine Abwertung durch Google. Ein natürliches Linkprofil enthält immer eine gesunde Mischung aus beiden Typen; ein Profil aus ausschliesslich hochwertigen Dofollow-Links wirkt schnell unnatürlich und manipuliert.

In der Praxis

Google hat das Attribut 2019 verfeinert. Heute gibt es drei Ausprägungen, die du auch kombinieren kannst:

  • rel="nofollow" – allgemeines "nicht folgen", z. B. bei Links, für die du nicht bürgen willst.
  • rel="sponsored" – für bezahlte Links, Werbung und Affiliate-Verlinkungen (Pflicht laut Google).
  • rel="ugc" – für "User Generated Content" wie Kommentare und Forenbeiträge.

Prüfen kannst du das Attribut per Rechtsklick und "Untersuchen" oder mit SEO-Browser-Plugins; auch Tools wie die Google Search Console und gängige Linkchecker zeigen es an. Wichtig: Auch ein Nofollow-Backlink ist nicht wertlos. Er bringt Referral-Traffic, sorgt für Sichtbarkeit, Markenbekanntheit und hält dein Linkprofil glaubwürdig.

KMU-Bezug

Für ein Schweizer KMU heisst das konkret: Einträge in Verzeichnissen wie local.ch oder Links aus Social Media sind oft Nofollow – trotzdem sinnvoll für lokale Sichtbarkeit und Anfragen. Für den Aufbau echter Autorität zählen dagegen Dofollow-Links von themenrelevanten Schweizer Seiten, etwa vom Gewerbeverein, von Partnerfirmen oder aus regionaler Presse. Setzt du selbst bezahlte oder gesponserte Verlinkungen, kennzeichne sie korrekt mit sponsored – das schützt dich vor Problemen mit Google und hält dein Linkprofil sauber.

Häufige Fragen

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