SEO Audit für Schweizer KMU: Ablauf, Inhalt und Kosten

Kurzantwort: Ein einmaliges SEO Audit kostet in der Schweiz zwischen CHF 1'500 und CHF 8'000, je nach Website-Grösse und Tiefe der Analyse. Ein Freelancer verrechnet dafür CHF 90 bis 220 pro Stunde. Willst du danach laufend betreut werden, kostet eine SEO-Agentur CHF 800 bis 5'000 pro Monat. Für die meisten KMU-Websites reicht ein Audit im Bereich CHF 2'000 bis 4'000.
Was ein SEO Audit eigentlich ist
Ein SEO Audit ist eine Bestandesaufnahme deiner Website. Jemand geht durch, checkt technische Fehler, schaut sich deine Inhalte an, vergleicht dich mit der Konkurrenz und sagt dir am Ende: Das läuft schief, das kannst du besser machen, hier verlierst du Sichtbarkeit bei Google.
Klingt simpel. Ist es auch — solange die Person, die das macht, wirklich weiss wonach sie sucht. Und genau da liegt das Problem bei vielen Audits, die im Umlauf sind.
Du kennst wahrscheinlich das Gefühl: Deine Website existiert seit Jahren, du postest ab und zu was, aber bei Google taucht ihr trotzdem nicht auf. Konkurrenten aus der gleichen Branche und Region stehen vor dir. Ein SEO Audit ist der erste Schritt um herauszufinden warum.
Warum die meisten KMU das erst zu spät machen
Die Wahrheit ist unangenehm: Die meisten Schweizer KMU merken erst, dass etwas nicht stimmt, wenn die Anfragen ausbleiben. Dann wird gegoogelt, ein Anbieter engagiert, ein PDF mit 40 Seiten Befunden kommt zurück — und niemand weiss, was davon wichtig ist und was nicht.
Das kostet doppelt. Einmal das Geld für das Audit. Und dann die Monate, in denen nichts passiert, weil die Empfehlungen liegen bleiben. Ein Bericht ohne Umsetzung ist wie ein Fitnessplan, den du dir ausdruckst und in die Schublade legst.
Dazu kommt: Technische SEO-Probleme verschärfen sich mit der Zeit. Eine Website, die seit fünf Jahren ohne Struktur gewachsen ist, hat nicht fünf, sondern fünfzig kleine Baustellen. Doppelte Inhalte, kaputte interne Links, Seiten die niemand mehr braucht aber trotzdem indexiert sind. Je länger du wartest, desto mehr gibt es aufzuräumen.
Was ein gutes SEO Audit tatsächlich prüft
Ein seriöses Audit deckt drei Bereiche ab. Wer dir nur einen davon liefert, hat dir eine halbe Analyse verkauft.
Technik: Findet Google deine Seiten überhaupt?
Hier geht es um die Grundlagen. Ladezeiten, vor allem auf dem Handy — die meisten deiner Besucher kommen mobil. Https-Verschlüsselung. Ob deine Sitemap sauber ist. Ob Google deine wichtigen Seiten crawlen und indexieren kann, oder ob irgendwo eine falsche Einstellung das verhindert. Doppelte Inhalte, die sich gegenseitig kannibalisieren. Strukturierte Daten, die Google helfen, deine Seite richtig einzuordnen.
Das klingt trocken, ist aber das Fundament. Wenn Google deine Seite technisch nicht sauber lesen kann, ist der beste Inhalt der Welt nutzlos.
Inhalt: Beantwortest du die Fragen, die Leute wirklich stellen?
Hier wird geschaut, ob deine Texte zu den Suchbegriffen passen, nach denen deine Kunden tatsächlich suchen. Viele KMU-Websites schreiben aus der eigenen Perspektive — "Wir bieten", "Unsere Firma" — statt aus der Perspektive der suchenden Person. Ein Audit zeigt dir, wo diese Lücke ist und welche Themen komplett fehlen.
Auch die Struktur zählt: Überschriften, interne Verlinkung, ob eine Seite überhaupt ein klares Thema hat oder fünf Themen gleichzeitig behandelt.
Wettbewerb: Wo stehst du im Vergleich?
Der dritte Teil vergleicht dich mit zwei, drei direkten Konkurrenten. Wer rankt für welche Begriffe, welche Backlinks haben die anderen, was machen sie inhaltlich anders. Das zeigt dir nicht nur wo du stehst, sondern auch wie weit der Weg wirklich ist — und ob er sich lohnt.
So läuft ein Audit ab, Schritt für Schritt
Ein Audit ist kein Blackbox-Prozess. Bei uns und bei den meisten seriösen Anbietern läuft das so:
- Crawl der Website. Ein Tool geht jede erreichbare Seite durch und sammelt technische Daten — Ladezeiten, Statuscodes, Meta-Angaben, interne Links.
- Analyse der Suchdaten. Falls vorhanden werden Google Search Console und Analytics ausgewertet: Welche Seiten bringen schon Traffic, wo brechen Besucher ab, für welche Begriffe rankst du bereits knapp ausserhalb der ersten Seite.
- Keyword-Abgleich. Die Suchbegriffe deiner Branche und Region werden mit deinen Inhalten verglichen. Daraus ergibt sich, welche Themen fehlen.
- Konkurrenzvergleich. Ein bis drei relevante Mitbewerber werden auf dieselben Kriterien geprüft.
- Priorisierter Massnahmenplan. Am Ende steht keine Fehlerliste, sondern eine Reihenfolge: Das zuerst, weil es am meisten bringt und am wenigsten kostet. Das später, weil es zwar wichtig aber aufwendig ist.
Der letzte Punkt ist der, an dem die meisten Audits scheitern. Eine Liste mit 60 Punkten ohne Reihenfolge lähmt. Ein guter Bericht sagt dir: Mach zuerst diese fünf Sachen, die dauern zwei Wochen und bringen am meisten.
Was ein SEO Audit in der Schweiz kostet
Die Preise hängen stark davon ab, wer das Audit macht und wie tief es geht.
Freelancer und selbständige Berater verrechnen meist stundenweise, CHF 90 bis 220 pro Stunde. Für eine kleine Website mit zehn bis zwanzig Seiten reichen oft 15 bis 25 Stunden — das landet dann bei CHF 1'500 bis 4'000.
Ein einmaliges Audit als Fixpreis-Paket kostet CHF 1'500 bis 8'000. Die Spanne ist gross, weil eine simple technische Prüfung einer 10-Seiten-Website etwas völlig anderes ist als eine vollständige Analyse eines Onlineshops mit 500 Produktseiten.
Laufende SEO-Betreuung durch eine Agentur kostet CHF 800 bis 5'000 pro Monat. Das ist kein Audit mehr, sondern die kontinuierliche Umsetzung — Inhalte erstellen, technische Fixes laufend einbauen, Fortschritt messen.
Für die klassische KMU-Website mit 15 bis 50 Seiten bewegt sich ein sinnvolles, gründliches Audit meistens zwischen CHF 2'000 und 4'000. Alles darunter ist oft ein automatisierter Tool-Report ohne echte Einordnung. Alles deutlich darüber lohnt sich nur bei sehr grossen oder komplexen Seiten.
Der Haken an den meisten günstigen Angeboten
Es gibt Tools, die für CHF 50 einen automatischen "SEO-Bericht" generieren. Die sind nicht wertlos, aber sie sind auch kein Audit. Sie listen technische Symptome auf, ohne zu verstehen, welche davon für deine Branche und deine Ziele überhaupt relevant sind.
Ein Tool sagt dir "12 Bilder ohne Alt-Text". Ein Mensch mit Erfahrung sagt dir "diese drei Seiten ranken für Begriffe mit Kaufabsicht, aber deine Konkurrenz hat dort bessere Inhalte — da verlierst du am meisten Umsatz." Das ist der Unterschied zwischen einem Report und einer Analyse.
Wenn du unsicher bist, ob dein bisheriger Auftritt überhaupt eine vertiefte SEO Beratung braucht oder ob ein einmaliges Audit reicht, ist das der richtige Ausgangspunkt für das Gespräch — nicht ein PDF, das irgendwo generiert wurde.
Was danach passiert — und warum das der wichtigste Teil ist
Ein Audit ist nur so gut wie das, was danach passiert. Die häufigsten Ergebnisse, die wir bei Schweizer KMU sehen:
- Fehlende oder doppelte Meta-Titel auf zentralen Seiten. Klingt klein, kostet aber Klicks, weil Google sich sonst selbst einen Titel aussucht — meistens einen schlechteren.
- Zu langsame mobile Ladezeiten. Über die Hälfte der Suchanfragen kommt heute vom Handy. Eine Seite, die auf dem Laptop schnell lädt, kann mobil trotzdem zäh sein.
- Inhalte, die an der Suchintention vorbeischreiben. Die Seite spricht von "Dienstleistungen", während Leute nach "Kosten" oder "Anbieter in meiner Nähe" suchen.
- Fehlende interne Verlinkung. Wichtige Seiten sind von nirgendwo verlinkt, Google findet sie kaum, Besucher stossen zufällig drauf.
Keiner dieser Punkte ist exotisch. Die meisten sind in ein bis drei Monaten behebbar, wenn jemand konsequent dranbleibt. Das eigentliche Problem ist selten die Diagnose — es ist die Umsetzung danach.
Was du selbst prüfen kannst, bevor du ein Audit bestellst
Bevor du Geld in die Hand nimmst, kannst du drei Dinge in zehn Minuten selbst checken:
Erstens: Gib "site:deinefirma.ch" bei Google ein. Wenn kaum Seiten erscheinen, hat Google ein Indexierungsproblem mit deiner Website.
Zweitens: Öffne deine Website auf dem Handy mit mobilen Daten, nicht WLAN. Wenn sie mehr als drei Sekunden braucht, verlierst du dort schon Besucher.
Drittens: Google die drei Begriffe, mit denen dich Kunden finden sollten. Steht deine Konkurrenz auf Seite eins und du nicht? Dann weisst du, wo der Handlungsbedarf liegt, auch ohne Audit.
Diese drei Checks ersetzen kein professionelles Audit, aber sie zeigen dir, ob überhaupt akuter Bedarf besteht — und geben dir ein Gefühl dafür, was ein Anbieter dir später erzählen wird.
Fang mit einer ehrlichen Bestandesaufnahme an
Ein SEO Audit ist kein Luxus für grosse Firmen mit eigener Marketingabteilung. Für ein KMU, das online gefunden werden muss, ist es der günstigste Weg herauszufinden, wo genau das Geld liegen bleibt. Die Preise dafür sind überschaubar, verglichen mit dem, was eine schlecht auffindbare Website an Anfragen kostet — jeden Monat, ohne dass es auffällt.
Wichtig ist nur: Ein Audit ohne klaren Umsetzungsplan ist Papierverschwendung. Achte darauf, dass am Ende eine Prioritätenliste steht, keine Fehlersammlung.
Wenn du wissen willst, wo deine Website heute steht und was eine ehrliche Analyse für dich kosten würde, melde dich bei uns über webtree.ch. Wir schauen uns deine Seite an und sagen dir geradeheraus, ob sich ein Audit lohnt und was es bringen würde — ohne 40-Seiten-PDF, das niemand liest.


