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Google Ranking verbessern: So holst du Seiten von Platz 11 bis 20 auf die erste Seite

Webtree · 8. Oktober 2026
Google Ranking verbessern: So holst du Seiten von Platz 11 bis 20 auf die erste Seite

Seite 2 ist das beste Versteck der Welt

Du willst dein Google Ranking verbessern? Dann schau zuerst dorthin, wo fast niemand hinschaut: auf Seite 2. Dort liegen bei den meisten KMU in der Schweiz Dutzende Seiten, die beinahe gut genug sind. Beinahe reicht bei Google aber nicht.

Der alte Witz unter SEO-Leuten lautet: Wo versteckst du am besten eine Leiche? Auf Seite 2 von Google. Da schaut nämlich keiner nach. Das ist lustig, solange es nicht um deine Website geht.

Die gute Nachricht: Seiten auf Platz 11 bis 20 sind die billigste Chance, die du im SEO hast. Google findet sie schon relevant. Es fehlt nur ein kleiner Schubs. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du diese Seiten findest, was ihnen fehlt und wie du sie in wenigen Wochen nach vorne bringst.

Warum Platz 11 so weh tut

Platz 11 klingt nach "fast geschafft". In Wahrheit ist es fast nichts. Studien zur Klickrate zeigen immer wieder das gleiche Bild:

Position Anteil der Klicks (ungefähr)
Platz 1 27 Prozent
Platz 3 11 Prozent
Platz 10 2 bis 3 Prozent
Seite 2 gesamt unter 1 Prozent

Lies die letzte Zeile nochmals. Alle zehn Ergebnisse auf Seite 2 zusammen bekommen weniger als ein Prozent der Klicks. Deine Seite auf Platz 12 teilt sich diesen Krümel mit neun anderen.

Ein Rechenbeispiel: Ein Suchbegriff hat in der Schweiz 300 Suchen pro Monat. Auf Platz 12 holst du damit vielleicht einen Besucher. Auf Platz 4 sind es 25 bis 30. Gleicher Inhalt, gleiche Firma, dreissig Mal mehr potenzielle Kunden.

Für ein KMU mit regionalem Angebot ist das der Unterschied zwischen "die Website bringt nichts" und "wir bekommen jede Woche Anfragen über Google".

Was Striking Distance Keywords sind

Im Fachjargon heissen diese Begriffe Striking Distance Keywords. Also Suchbegriffe, bei denen du in Schlagdistanz zur ersten Seite stehst. Meistens meint man damit die Positionen 11 bis 20, manchmal auch 8 bis 20.

Warum sind die so wertvoll? Weil Google dir bei diesen Begriffen schon Vertrauen schenkt. Die Seite ist indexiert. Sie wird als relevant eingestuft. Sie hat genug Autorität, um unter die besten 20 zu kommen. Du musst also nichts bei null aufbauen.

Ein neuer Artikel braucht oft sechs bis zwölf Monate, bis er überhaupt irgendwo rankt. Eine Seite von Position 14 auf Position 6 zu schieben, dauert oft nur vier bis acht Wochen. Mehr Wirkung pro investierter Stunde gibt es im SEO kaum.

Schritt 1: Finde deine Seiten auf Seite 2

Du brauchst dafür kein teures Tool. Die Google Search Console reicht. Sie ist gratis. Falls du sie noch nicht eingerichtet hast, mach das heute.

So gehst du vor:

  1. Öffne in der Search Console den Bericht Leistung.
  2. Stelle den Zeitraum auf die letzten 3 Monate.
  3. Aktiviere oben die Werte Durchschnittliche Position und Impressionen.
  4. Filtere in der Tabelle die Position auf "grösser als 10".
  5. Sortiere nach Impressionen, absteigend.

Jetzt siehst du eine Liste mit Suchbegriffen, bei denen du oft angezeigt wirst, aber hinten stehst. Die Begriffe ganz oben sind deine Goldgrube. Viele Impressionen heisst: Die Nachfrage ist da. Du bist nur nicht sichtbar genug.

Achte auf Positionen zwischen 11 und 20. Alles über 30 ist ein anderes Projekt. Dort fehlt meist mehr als nur ein Feinschliff.

Sortiere gnadenlos

Nicht jeder Begriff lohnt sich. Frag dich bei jedem: Würde jemand, der das sucht, bei mir kaufen? "Schreiner Winterthur" ist für eine Schreinerei in Winterthur Gold wert. "Holzarten Unterschiede" bringt vielleicht Besucher, aber kaum Aufträge.

Nimm dir die fünf bis zehn Begriffe vor, die am nächsten am Geld sind. Der Rest kann warten.

Schritt 2: Schau dir an, was Google wirklich will

Bevor du irgendetwas änderst, google den Begriff selbst. Am besten im Inkognito-Fenster. Dann schau dir die ersten fünf Ergebnisse genau an.

Stell dir drei Fragen:

  • Welche Art Seite gewinnt? Ratgeber, Dienstleistungsseiten, Vergleiche oder Listen?
  • Wie ausführlich sind sie? 600 Wörter oder 2'500?
  • Welche Fragen beantworten sie, die du nicht beantwortest?

Hier liegt der häufigste Fehler. Viele KMU versuchen, mit einer Dienstleistungsseite für einen Begriff zu ranken, bei dem Google lauter Ratgeber zeigt. Oder umgekehrt. Das klappt fast nie. Google hat entschieden, was der Suchende will. Du kannst das nicht umerziehen.

Passt dein Seitentyp nicht zur Suchabsicht, bringt jede weitere Optimierung wenig. Dann brauchst du eine neue Seite oder einen klaren Umbau.

Schritt 3: Schliesse die Lücken im Inhalt

Jetzt wird es konkret. Vergleiche deine Seite mit den Top 3. Meistens findest du eines dieser Probleme:

Es fehlen Antworten. Die Konkurrenz erklärt Preise, Ablauf, Dauer. Du nicht. Ergänze genau diese Abschnitte. Mit echten Zahlen, nicht mit "auf Anfrage".

Die Seite ist zu dünn. 300 Wörter gegen 1'500 gewinnen selten. Mehr Text ist kein Selbstzweck. Aber wer eine Frage nur halb beantwortet, verliert gegen den, der sie ganz beantwortet.

Der Inhalt ist veraltet. Preise von 2022, Screenshots von alten Versionen, Gesetze, die nicht mehr gelten. Aktualisiere alles. Schreib ein sichtbares Datum dazu.

Es fehlt Lokalbezug. Für regionale Suchen zählt, dass du zeigst, wo du arbeitest. Nenne Orte, Kantone, echte Projekte aus der Region. "Wir haben 2025 in Schaffhausen und Neuhausen 40 Küchen eingebaut" schlägt jeden Werbesatz.

Ein guter Trick: Schau dir in Google den Kasten "Ähnliche Fragen" an. Jede Frage dort ist ein Abschnitt, den deine Seite haben könnte.

Schritt 4: Title und Überschrift schärfen

Der Seitentitel ist eines der stärksten Signale, die du direkt steuern kannst. Er entscheidet ausserdem, ob jemand klickt.

So sieht ein guter Title aus:

  • Das Haupt-Keyword steht möglichst weit vorne.
  • Er ist unter 60 Zeichen, damit Google ihn nicht abschneidet.
  • Er verspricht etwas Konkretes: eine Zahl, einen Ort, einen Nutzen.

Schwach: "Leistungen | Muster AG" Stark: "Badsanierung Zürich: Ablauf, Kosten, Dauer | Muster AG"

Dasselbe gilt für die H1, also die Hauptüberschrift auf der Seite. Sie sollte das Keyword enthalten, natürlich formuliert. Nicht dreimal hintereinander. Einmal, sauber.

Die Meta-Description nicht vergessen

Die Meta-Description ist kein direkter Rankingfaktor. Sie beeinflusst aber die Klickrate. Und eine höhere Klickrate hilft dir indirekt. Schreib zwei Sätze, die sagen, was der Leser bekommt. Mit Zahlen, wenn es passt.

Wir haben das am eigenen Leib gelernt. Unsere Seite zu SEO-Kosten stand auf Position 6. Sie hatte 3'915 Impressionen. Klicks: null. Der Grund war simpel. Im ganzen Text stand kein einziger Frankenbetrag. Alle anderen Ergebnisse nannten Zahlen im Snippet. Wer nach Kosten sucht, klickt dort, wo er Kosten sieht.

Eine gute Position ist also nur die halbe Miete. Das Snippet muss den Klick verdienen.

Das ist der am meisten unterschätzte Hebel. Interne Links zeigen Google, welche Seiten dir wichtig sind. Sie verteilen Autorität von starken Seiten auf schwächere.

So gehst du vor:

  1. Finde in der Search Console unter Links deine Seiten mit den meisten internen und externen Links.
  2. Setze von drei bis fünf passenden Seiten einen Link auf deine Seite auf Platz 11 bis 20.
  3. Verwende einen beschreibenden Ankertext, der das Keyword oder eine Variante davon enthält.

Kein "mehr erfahren". Kein "hier". Der Linktext soll sagen, wohin es geht. Google liest das mit.

Das kostet dich eine Stunde. Es ist oft der Eingriff, der eine Seite von Platz 13 auf Platz 8 schiebt. Wenn du das nicht selbst machen willst oder nicht weisst, welche Seiten stark genug sind, hilft dir eine saubere SEO-Optimierung für KMU mit einer klaren Liste, was wohin gehört.

Schritt 6: Technik prüfen

Manchmal ist der Inhalt gut. Trotzdem klebt die Seite auf Platz 15. Dann liegt es oft an der Technik.

Prüfe diese Punkte:

  • Ladezeit auf dem Handy. Teste die Seite mit PageSpeed Insights. Alles über drei Sekunden kostet dich Besucher.
  • Bilder. Riesige Fotos direkt aus der Kamera sind der häufigste Bremsklotz. Komprimieren, modernes Format, fertig.
  • Mobile Darstellung. Google bewertet die mobile Version deiner Seite. Wenn Buttons zu klein sind oder Text überläuft, verlierst du.
  • Indexierung. Prüfe in der Search Console mit der URL-Prüfung, ob die Seite überhaupt korrekt indexiert ist.
  • Doppelte Inhalte. Hast du zwei Seiten zum gleichen Thema? Dann konkurrieren sie gegeneinander. Lege sie zusammen oder grenze sie klar ab.

Besonders der letzte Punkt wird oft übersehen. Zwei halbgute Seiten verlieren gegen eine gute. Fast immer.

Schritt 7: Google Bescheid geben

Wenn du die Seite überarbeitet hast, warte nicht, bis Google von selbst vorbeikommt. Öffne in der Search Console die URL-Prüfung. Gib die Adresse ein. Klicke auf Indexierung beantragen.

Dann heisst es: Geduld. Rechne mit zwei bis sechs Wochen, bis sich die Position sichtbar bewegt. Schreib dir die Ausgangsposition auf. Sonst weisst du später nicht, was gewirkt hat.

Ändere in dieser Zeit nicht ständig weiter. Wer jede Woche alles umschreibt, kann nie sagen, welche Änderung etwas gebracht hat.

Was nicht hilft

Damit du keine Zeit verschwendest, hier die Klassiker, die nichts bringen:

Keyword-Stuffing. Das Keyword zwanzig Mal in den Text pressen. Google erkennt das seit Jahren. Leser auch. Beide springen ab.

Gekaufte Backlinks. Pakete mit "500 Links für CHF 99" sind Müll. Im besten Fall bringen sie nichts. Im schlechtesten Fall bekommst du eine Abstrafung.

Nur das Datum ändern. Manche ändern das Publikationsdatum, ohne am Inhalt etwas zu tun. Google merkt das. Aktualisieren heisst wirklich aktualisieren.

Alles auf einmal. Fünfzig Seiten gleichzeitig anfassen, jede ein bisschen. Besser: zehn Seiten richtig. Dann messen. Dann die nächsten zehn.

Ein Beispiel aus der Praxis

Nehmen wir eine Schreinerei in Winterthur. In der Search Console steht "Schreiner Winterthur" auf Position 14. 420 Impressionen im Monat, 3 Klicks.

Die Analyse zeigt:

  • Die Top 3 nennen Preisbeispiele für Einbauschränke. Die Schreinerei nicht.
  • Der Title lautet "Startseite". Mehr nicht.
  • Keine einzige andere Seite der Website verlinkt mit einem passenden Ankertext auf die Dienstleistungsseite.
  • Die Bilder sind zusammen 9 MB gross.

Die Massnahmen: ein neuer Title mit Ort und Leistung, ein Abschnitt mit Richtpreisen, vier interne Links aus Projektberichten, komprimierte Bilder. Aufwand: ein Arbeitstag.

So ein Paket reicht oft, um in vier bis acht Wochen von Platz 14 in die Top 5 zu kommen. Aus 3 Klicks werden dann schnell 40 bis 50 pro Monat. Bei einer Anfragequote von 5 Prozent sind das zwei zusätzliche Anfragen im Monat. Für eine Schreinerei mit Auftragswerten von mehreren tausend Franken ist das kein Detail. Das ist ein Mitarbeiterlohn.

Wie lange dauert das?

Ehrliche Antwort: Es kommt auf deine Konkurrenz an. In einer kleinen Region mit wenigen Mitbewerbern siehst du oft nach drei bis vier Wochen Bewegung. In Zürich oder bei schweizweiten Begriffen kann es zwei bis drei Monate dauern.

Was du aber fast immer siehst: Seiten auf Platz 11 bis 20 reagieren schneller auf Verbesserungen als Seiten auf Platz 40. Sie haben schon Vertrauen bei Google. Du baust nur darauf auf.

Mach dir eine einfache Tabelle. Begriff, Ausgangsposition, Datum der Änderung, Position nach 4 Wochen, Position nach 8 Wochen. Nach drei Monaten weisst du genau, welche Hebel bei deiner Website wirken.

Dein Plan für die nächsten 30 Tage

Damit das nicht nur ein Artikel bleibt, den du gelesen hast:

  1. Diese Woche: Search Console öffnen. Die zehn wertvollsten Begriffe auf Platz 11 bis 20 aufschreiben.
  2. Woche 2: Für jeden Begriff die Top 3 analysieren. Lücken notieren.
  3. Woche 3: Inhalte ergänzen, Titles schärfen, interne Links setzen.
  4. Woche 4: Technik prüfen, Indexierung beantragen, Ausgangslage dokumentieren.

Danach: warten, messen, nachbessern. Das ist kein Hexenwerk. Es ist Handwerk. Die meisten KMU machen es trotzdem nie, weil im Alltag keine Zeit dafür bleibt.

Keine Zeit? Dann lass es uns machen

Du weisst jetzt, wie du dein Google Ranking verbessern kannst. Du weisst auch, wo das Potenzial liegt: auf Seite 2, direkt vor deiner Nase.

Wenn du das lieber nicht selbst machst, übernehmen wir das. Wir schauen uns deine Search Console an, finden die Seiten mit dem grössten Hebel und bringen sie nach vorne. Ohne Floskeln, mit klaren Zahlen vorher und nachher.

Schau dir an, wie wir bei der SEO-Optimierung für Schweizer KMU vorgehen. Oder melde dich direkt über webtree.ch für ein unverbindliches Gespräch. Deine Seiten auf Platz 12 warten nicht ewig. Deine Konkurrenz schläft nämlich auch nicht.

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